— Installationsanleitung · Technische Ausgabe 2026
Einziehbare Saugschläuche.
Retraflex & R-Flex.
Die vollständige Anleitung, vom Baustellenplan bis zur Endkontrolle. Speichernetz, Anschlag, klassisches Netz, Zentrale und Montage der Klappe.
Speichernetz des Schlauchs, Anschlag, klassisches Netz, Zentrale, Verriegelung und Montage der Klappe — in einem einzigen Dokument, in der Reihenfolge der Bauausführung.
— Bevor Sie beginnen
So lesen Sie diese Anleitung.
Dieses Dokument vereint in einer einzigen Anleitung das Beste aus den Retraflex-2-Anleitungen, dem alten Retraflex-/Hide-A-Hose-Handbuch, der R-Flex-Anleitung und den AspiWall-Anleitungen. Es ist so geschrieben, dass es in der Reihenfolge der Bauausführung befolgt werden kann — auch von jemandem, der noch nie einen einziehbaren Saugschlauch installiert hat.
Eine Retraflex- oder R-Flex-Installation ist kein gewöhnliches Absaugnetz. Der Schlauch wird nicht in einem Schrank verstaut: Er wird in das PVC-Netz eingesaugt und dort gespeichert. Das erfordert genaue Regeln für Länge, Biegeradius, Ausrichtung der Anschlüsse und Sauberkeit im Rohrinneren. Diese Regeln unterscheiden sich — und sind strenger — als jene eines klassischen, traditionellen Netzes.
Bei Widersprüchen zwischen den alten Anleitungen und diesem Dokument gelten die AspiWall-Regeln. Einige Werte aus den alten Anleitungen (Sicherheitsmarge von +1,5 m vor dem Anschlag, Dosenhöhe „auf Höhe der Steckdose", Deckenhöhe „1,30 bis 1,40 m") wurden bewusst durch die untenstehenden AspiWall-Werte ersetzt. Verwenden Sie nicht die alten Werte.
Die beiden Zonen des Rohrnetzes
Das ist der wichtigste Punkt der gesamten Anleitung. Ein Netz für einen einziehbaren Saugschlauch gliedert sich immer in zwei Zonen, getrennt durch den Anschlag (rote Stoppmuffe). Diese beiden Zonen folgen nicht denselben Regeln.
Das PVC dient dem Schlauch als Aufbewahrungshülle. Ausschließlich spezielle Retraflex-Bögen mit großem Radius (90°, 45°, 22,5°). Kein herkömmlicher Bogen. Hier läuft der Schlauch bei jeder Benutzung durch.
Das Rohr wird zu einer gewöhnlichen Absaugleitung: Der Schlauch gelangt hier nie hinein. Es werden herkömmliche Anschlüsse verwendet (langer Bogen 90°, 45°, T-/Y-Stück) bis zum Sammelrohr und zur Zentrale.
Diese Anleitung deckt den Retraflex Soft Touch (weiche Textilummantelung, für Privathaushalte) und den R-Flex Bleu Flash (ohne Gewebe, leicht zu reinigen, für den professionellen Einsatz) ab. Die Installation von Netz, Anschlag und Anschlüssen ist für beide identisch. Nur der Schlauch selbst unterscheidet sich.
Die goldenen Regeln von AspiWall
Wenn Sie sich nur eine Seite merken sollten, dann diese. Jede dieser Regeln wird später in der Anleitung ausführlicher erklärt.
| AspiWall-Regel | Merksatz |
|---|---|
| Höhe — Schlauch kommt vom Boden | Achse der Saugdose 80 cm über fertigem Boden. |
| Höhe — Schlauch kommt von der Decke | Achse der Saugdose 140 cm über fertigem Boden. |
| Speicherlänge / Anschlag | Anschlag angebracht bei Schlauchlänge + 2 m Sicherheitsmarge (niemals +1,5 m). |
| Vor dem Anschlag | Ausschließlich Retraflex-Bögen mit großem Radius 90°, 45°, 22,5°. Kein herkömmlicher Bogen. |
| Anzahl der Bögen | Maximal 4 Bögen mit 90° großem Radius vor dem Anschlag. So wenige wie möglich. |
| Niemals zwei 90° hintereinander | Keine zwei 90°-Bögen aneinanderreihen; Richtungswechsel möglichst weit auseinander setzen. |
| Verkleben | Nur den männlichen Teil des Rohrs verkleben, nie den weiblichen (kein innerer Kleberand). |
| PVC-Schellen | Das PVC niemals einklemmen / quetschen: Es muss sich leicht seitlich bewegen können. |
| Nach dem Anschlag | Leeres, klassisches Netz: langer Bogen 90°, 45°, T-/Y-Stück in Richtung Zentrale ausgerichtet. |
| Hauptleitung | So direkt wie möglich zur Zentrale, ohne unnötige Umwege. |
| Antistatisches 50,8-mm-Rohr | Niemals biegen oder erhitzen: Jeder Richtungswechsel erfolgt mit einem Bogen. |
| Tests vor dem Verschließen | Dichtheit + Rückzug + freies Gleiten, Netz noch zugänglich. |
— Inhaltsverzeichnis
Ein Weg durch die Baustelle.
Vom Plan bis zur Endkontrolle.
Das System verstehen
Wohin Luft, Staub und vor allem der Schlauch gehen.
Die Installation planen
Ein gutes Netz entscheidet sich am Plan, vor der ersten Verklebung.
Saugdosen auswählen und positionieren
Die tatsächliche Reichweite zählt mehr als die Anzahl der Dosen.
Die AspiWall-Höhen
Zwei Höhen, zwei Fälle. Feste Werte.
Die Speicherstrecke (vor dem Anschlag)
Die spezifischste — und anspruchsvollste — Zone.
Der Anschlag (rote Stoppmuffe)
Die physische Grenze zwischen den beiden Zonen.
Nach dem Anschlag: das klassische Netz
Ein leeres Rohr, das die Luft zur Zentrale leitet.
Montage von Dose und Unterputzdose
Ihre endgültige Position muss vor dem Verputzen geplant werden.
24-V-Niederspannungsverkabelung
Sie steuert den Start der Zentrale.
Montage der Zentrale
Von der Wand getragen, niemals vom PVC; für die Wartung demontierbar.
Verriegelungsmechanismus & Montage der Klappe
Ein sicherer Gebrauch im Alltag.
Tests vor dem Verschließen
Ein Netz niemals ohne vorherigen Test schließen.
Inbetriebnahme & Endkontrolle
Die Baustelle ist erst abgeschlossen, wenn jede Dose getestet wurde.
Gebrauch & Wartung
Langlebig und einfach zu warten.
— Das Wesentliche
Die 4 Regeln, die den
Unterschied machen.
Anschlag = Schlauchlänge + 2 m, nie weniger.
Vor dem Anschlag: ausschließlich Retraflex-Bögen mit großem Radius.
Kleber auf den männlichen Teil des Rohrs, nie in den weiblichen.
Zwei Zonen, zwei Logiken — niemals vermischen.
Das System verstehen
Wohin Luft, Staub und vor allem der Schlauch gehen.
Bevor Sie irgendetwas bohren, müssen Sie verstehen, wohin die Luft geht, wohin der Staub geht und vor allem, wohin der Schlauch geht. Das unterscheidet eine gelungene Montage von einem Netz, das blockiert.
Das Prinzip der zentralen Absauganlage
Eine Zentrale wird in einem trockenen Technikraum installiert (Garage, Keller, Waschküche), außerhalb der Wohnräume. Sie ist über ein dichtes Rohrnetz aus antistatischem Absaug-PVC Ø 50,8 mm mit den Saugpunkten verbunden. Ein Niederspannungs-Steuerkabel verbindet jede Saugdose mit der Zentrale und löst den Motor aus. Der Staub wird bis zur Zentrale abgesaugt, außerhalb der Wohnräume, wo er behandelt und gesammelt wird: Er kehrt nicht in den bewohnten Raum zurück.
Einziehbares Netz oder klassisches Netz?
Der Schlauch befindet sich im Inneren des Netzes. Man zieht die benötigte Länge aus der Wandsaugdose, saugt, und anschließend zieht die Zentrale den Schlauch wieder in seine PVC-Hülle ein. Nichts zu tragen, nichts zu verstauen. Das ist die Zone vor dem Anschlag.
Der Schlauch ist ein separater Schlauch, den man in eine Saugdose steckt und anschließend von Hand verstaut. Das Netz bleibt stets leer. Das ist die Logik der Zone nach dem Anschlag — und bestehender klassischer Installationen.
Ein Speichernetz für den Schlauch wird nicht wie ein klassisches Netz dimensioniert, und umgekehrt. Der Anschlag ist die physische Grenze zwischen beiden: Davor ist alles darauf ausgelegt, dass der Schlauch gleitet; danach ist alles darauf ausgelegt, dass die Luft zur Zentrale strömt.
Die Installation planen
Ein gutes Netz entscheidet sich am Plan, vor der ersten Verklebung.
Die Planung ist der Schlüssel zu einer gelungenen Installation. Ein gutes Netz entscheidet sich am Plan, vor der ersten Verklebung — niemals durch Improvisation auf der Baustelle.
Die Schlauchlänge wählen
Die Länge des Schlauchs bestimmt die Reichweite jedes Saugpunkts, aber auch die vorzusehende Länge des Speichernetzes. Bei AspiWall gibt es die einziehbaren Saugschläuche in 9 m, 12 m, 15 m und 18 m. Die Längen 12 m und 15 m sind am gefragtesten und decken die Mehrheit der Projekte ab.
Je länger der Schlauch, desto stärker sinkt der Luftdurchsatz über seine gesamte Länge. Um das auszugleichen, wählt man eine leistungsstärkere Zentrale. Die Dimensionierung der Zentrale erfolgt also zusammen mit der Wahl der Schläuche, nicht danach.
Die Zentrale wählen (S100 bis S500)
Die Zentrale wird nach Fläche, Anzahl der Saugpunkte und Schlauchlänge gewählt. Die AspiWall-Regel: Eine Zentrale darf vom Netz oder den Schläuchen niemals ausgereizt werden — sie ist so dimensioniert, dass nur etwa die Hälfte ihrer Kapazität genutzt wird.
| Zentrale | Positionierung |
|---|---|
| S100 | Einstiegsmodell, kleine Flächen / wenige Punkte. |
| S200 · S300 | Übliche Häuser, mehrere Saugpunkte. |
| S400 | Große Flächen, lange Schläuche. |
| S500 | Zwei Motoren (Hauptgerät + Booster) für die anspruchsvollsten Projekte. |
Die Reihenfolge der Gewerke
Idealerweise wird das AspiWall-Netz vor den anderen Gewerken verlegt. Elektro-, Sanitär- oder Heizungsleitungen verlaufen anschließend oberhalb des PVC, ohne es jemals zu quetschen.
- Das Absaugnetz nach den wichtigsten Sanitärleitungen verlegen, sofern möglich, und vor dem Schließen der Verkleidungen.
- Nichts direkt an den Leitungen befestigen und sicherstellen, dass keine benachbarte Installation das Gleiten des Schlauchs behindert.
Für einen Neubau oder eine umfassende Renovierung senden Sie Ihre Pläne an AspiWall: Position der Dosen, Schlauchlängen und Netzverlauf werden vor der Montage geprüft. Mit dieser Begleitung bleibt die Selbstmontage durchaus machbar.
Saugdosen auswählen und positionieren
Die tatsächliche Reichweite zählt mehr als die Anzahl der Dosen.
Die tatsächliche Reichweite zählt mehr als die Anzahl der Saugdosen. Eine schlecht platzierte Dose ist eine unbrauchbare Dose; besser weniger Punkte, aber gut positioniert.
Wo ein Saugpunkt platziert wird
- Durchgänge, Flure, Diele und Treppenhäuser sowie Wände in Türnähe bevorzugen: Ein zentraler Punkt deckt mehr ab als ein Punkt in einer Ecke.
- Das Umgehen von Möbeln einplanen: Ein Schlauch arbeitet nie in gerader Linie. Die tatsächliche Nutzlänge ist kürzer als die Schlauchlänge.
- Stellen meiden, die von einer offenen Tür, einem festen Möbelstück oder einem Haushaltsgerät verdeckt werden.
- Eine einziehbare Dose ist unauffällig: Sie wird auf Sockelleistenhöhe platziert, eine Dose pro Saugpunkt.
Nehmen Sie eine Schnur in Nutzlänge des Schlauchs, gehen Sie von jedem vorgesehenen Standort aus und prüfen Sie physisch die toten Winkel: hinter Türen, um Kücheninseln, in Zimmerecken, am Fuß von Treppen und in der Garage. Das ist die einzige zuverlässige Methode, um die tatsächliche Reichweite zu ermitteln.
Ausrichtung des Schlauchs: Boden oder Decke
Ein einziehbarer Saugpunkt wird je nach Ankunftsrichtung des Schlauchs in der Dose konzipiert: Das Speicher-PVC führt nach unten zum Boden (der Schlauch kommt vom Boden) oder nach oben zur Decke (der Schlauch kommt von der Decke). Diese Wahl bestimmt direkt die Höhe der Dose — siehe Abschnitt „Die AspiWall-Höhen".
Die AspiWall-Höhen
Zwei Höhen, zwei Fälle. Feste Werte.
Zwei Höhen, zwei Fälle. Das sind feste AspiWall-Werte. Sie ersetzen die alten Angaben aus den Anleitungen (Höhe der Steckdose, „1,30 bis 1,40 m"), die nicht mehr verwendet werden dürfen.
| Ankunftsrichtung des Schlauchs | Höhe der Dosenachse (fertiger Boden) |
|---|---|
| Schlauch kommt vom Boden (PVC führt nach unten) | 80 cm |
| Schlauch kommt von der Decke (PVC führt nach oben) | 140 cm |
Das Maß wird ab dem fertigen Belag genommen (Fliesen, Parkett, fertiger Estrich), nicht ab der Rohdecke. Bei einem Neubau berücksichtigen Sie die Dicke von Estrich und künftigem Belag, bevor Sie den Rahmen befestigen.
Die Höhe garantiert, dass der Schlauch in einem korrekten Winkel in die Dose ein- und austritt, um sich ohne Kraftaufwand einzuziehen. Eine zu hoch angebrachte Dose bei einem Schlauch, der vom Boden kommt, oder eine zu niedrige bei einem Schlauch von der Decke, erzeugt einen schwierigen Winkel, der den Rückzug behindert — der häufigste Fehler bei alten Installationen.
Bei jeder Benutzung ziehen Sie mehrere Meter Schlauch aus der Dose — bis zu 12, 15 oder 18 m. Die Bewegung ist deutlich angenehmer, wenn die Dose auf einer komfortablen Höhe nahe der Hüfte liegt, statt bodennah. Diese AspiWall-Höhen ersparen Ihnen unnötiges Bücken.
Die Speicherstrecke (vor dem Anschlag)
Die spezifischste — und anspruchsvollste — Zone.
Das ist die Zone, in der der Schlauch lebt. Hier ist alles darauf ausgelegt, dass er gleitet und sich einzieht, ohne jemals hängen zu bleiben: ausreichende Länge, sanfte Bögen, sauberes Rohr. Das ist der spezifischste — und anspruchsvollste — Teil der Installation.
Die PVC-Länge folgt der Schlauchlänge
Das Speichernetz muss mindestens so lang sein wie der Schlauch, mit einer Sicherheitsmarge. Die AspiWall-Regel ist einfach und fest: Rohrlänge vor dem Anschlag = Schlauchlänge + 2 m.
| Schlauchlänge | Position des Anschlags (ab der Dose) |
|---|---|
| Schlauch 9 m | Anschlag bei 11 m |
| Schlauch 12 m | Anschlag bei 14 m |
| Schlauch 15 m | Anschlag bei 17 m |
| Schlauch 18 m | Anschlag bei 20 m |
Die alten Anleitungen gaben +1,5 m an (z. B. 13,5 m für einen 12-m-Schlauch) oder andere Werte. Diese sind nicht mehr gültig. Es gilt systematisch +2 m Sicherheitsmarge. Mess-Tipp: Zählen Sie die PVC-Stangen (je 2 m), ohne die Bögen mit großem Radius mitzuzählen — die zusätzliche Länge dieser Bögen kommt als zusätzliche Marge hinzu.
Ausschließlich Retraflex-Bögen mit großem Radius
Vor dem Anschlag werden ausschließlich die speziellen Bögen mit großem Radius für einziehbare Saugschläuche verwendet. Sie sind so konzipiert, dass der Schlauch ohne Hängenbleiben hindurchgleitet. Kein enger, herkömmlicher Bogen ist in dieser Zone erlaubt.
Der 90°-Richtungswechsel in der Speicherzone.
Mildert einen Richtungswechsel ab, wenn es der Verlauf zulässt.
Eine Kombination 90° → 22,5° ist oft nützlich, um ein Hindernis sanft zu umgehen.
- Maximal 4 Bögen mit 90° großem Radius vor dem Anschlag — und so wenige wie möglich: Jeder 90°-Bogen erhöht die zum Herausziehen des Schlauchs aus der Wand nötige Kraft.
- Zwei aufeinanderfolgende 90°-Bögen vermeiden. Richtungswechsel so weit wie möglich auseinander setzen.
- Kleine Bögen (herkömmliche 45° oder 90°) sind nur nach dem Anschlag zulässig, niemals davor.
Ein Schlauch, gespeichert auf einer einzigen Ebene
Der Schlauch muss auf einer einzigen Ebene gespeichert werden (zum Beispiel flach auf der Bodenplatte oder in derselben abgehängten Decke). Ein Netz, das in „Wellen" auf und ab verläuft, erzeugt Vertiefungen, in denen der Schlauch sich verkantet und schließlich blockiert.
Man geht im Allgemeinen von der Wand der Dose aus, geht zum Boden hinunter und folgt dann dem Umfang des Raums mit möglichst vielen geraden Linien. Der Verlauf muss so direkt wie möglich bleiben, ohne unnötige Umwege. Eine saubere Trassierung erleichtert den Rücklauf des Schlauchs und begrenzt Kreuzungen mit anderen Gewerken.
Das PVC verlegen, ohne es je zu quetschen
- Die Schellen niemals zu fest anziehen. Das PVC muss sich leicht seitlich bewegen können. Ein gequetschtes oder verformtes Rohr blockiert den Rückzug des Schlauchs.
- Das Rohr wird flach und im Lot verlegt: Ein Gefälle in der Speicherzone ist nicht erforderlich.
- Das PVC wird niemals gebogen: Es darf weder gekrümmt noch erhitzt werden. Jeder Richtungswechsel erfolgt mit einem Bogen mit großem Radius 90°, 45° oder 22,5°.
- Das antistatische 50,8-mm-PVC verringert die Staubanhaftung und begünstigt das saubere Durchlaufen von Schlauch, Haaren und Tierhaaren.
Sauber verkleben — die Regel des männlichen Teils
Die Sauberkeit im Rohrinneren ist entscheidend: Der kleinste Kleberand oder Grat kann bei jedem Durchgang die Schlauchhülle (Socke) erfassen und beschädigen.
Zum Schneiden des 50,8-mm-PVC verwendet AspiWall den Kunststoff-Rohrschneider RIDGID P-TEC 5000 (Modell 50 mm, Art.-Nr. 40868). Automatisches Entgraten und Anfasen, gerader und schneller Schnitt, perfekt glattes Rohrinneres — genau das, was die Speicherzone erfordert. Das Modell PTEC 3240 (32–40 mm) ist für das AspiWall-Netz nicht geeignet.
Der Anschlag (rote Stoppmuffe)
Die physische Grenze zwischen den beiden Zonen.
Der Anschlag ist die physische Markierung, die die beiden Zonen des Netzes trennt. Er ist zugleich Haltepunkt für den Schlauch und Sicherheitseinrichtung. Seine Position ist nie beliebig.
Wo der Anschlag platziert wird
Der Anschlag wird genau bei Schlauchlänge + 2 m platziert, gemessen ab der Wanddose entlang des Rohrs. Bei einem 12-m-Schlauch sitzt er also bei etwa 14 m Rohr; bei einem 15-m-Schlauch bei etwa 17 m (siehe Abschnitt „Die Speicherstrecke").
Zwei Funktionen, eine Markierung
Die rote Stoppmuffe hält den Schlauch genau an der vorgesehenen Stelle an, am Ende seines Speicherwegs. Der Schlauch kann nicht weiter: Er zieht sich stets in die richtige Position ein.
Sollte ein Schlauch reißen, bleibt er leicht zu bergen: Er kann nicht weiter ins Netz hineinlaufen, über die Stoppmuffe hinaus. Der Anschlag schützt das gesamte dahinterliegende klassische Netz.
Vor der Stoppmuffe: Das PVC ist eine Aufbewahrungshülle — ausschließlich Retraflex-Bögen mit großem Radius, sauberes Rohr, niemals gequetscht. Nach der Stoppmuffe: Das PVC wird zu einer klassischen Absaugleitung — man kehrt zu herkömmlichen Anschlüssen zurück, und der Schlauch gelangt dort nie hinein.
Nach dem Anschlag: das klassische Netz
Ein leeres Rohr, das die Luft zur Zentrale leitet.
Nach dem Anschlag wird das Netz wieder zu einer klassischen Absauginstallation: ein leeres Rohr, das die Luft zur Zentrale leitet. Sie verbindet jeden Saugpunkt mit dem Motor, und ein Fehler bei Anschluss oder Ausrichtung wird hier mit Leistungsverlust bezahlt.
Eine möglichst direkte Hauptleitung
Die Hauptleitung verbindet den am weitesten entfernten Punkt mit der Zentrale. Die übrigen Punkte schließen sich über kurze Abzweigungen an. Das Ziel bleibt konstant: Druckverluste und Verstopfungsrisiken verringern. Kurzes Netz, passende Anschlüsse, eingehaltene Saugrichtung, sauberes Rohrinneres.
Den richtigen Anschluss in der richtigen Richtung wählen
Für jeden 90°-Richtungswechsel im Netz.
Immer dann zu bevorzugen, wenn der Verlauf es zulässt, um Richtungswechsel abzumildern.
Immer in Fließrichtung der Luft zur Zentrale ausgerichtet.
Die Luft muss in eine Abzweigung eintreten, ohne auf eine Wand zu treffen oder umzukehren. Richten Sie den Zweig des T- oder Y-Stücks zur Zentrale aus. Das ist die Regel, die sicherstellt, dass die Luft jedes Punkts direkt zum Motor strömt.
Vertikale Fallstrecken vermeiden
Wenn der Zweig eines Punkts direkt unter der Hauptleitung senkrecht nach unten führt, können Schmutzpartikel dort durch die Schwerkraft hineinfallen, während dieser Punkt nicht saugt. Sie bleiben dort bis zum nächsten Saugvorgang liegen.
- Keine senkrechte Abzweigung direkt unter der Hauptleitung anlegen.
- Den Zweig je nach Konfiguration seitlich oder oberhalb der Hauptleitung anschließen.
- Die richtige Ausrichtung des T-/Y-Stücks verwenden und ein Anschlussgefälle beibehalten, das den freien Fall von Schmutz verhindert.
- Vor jeder endgültigen Verklebung die Luftrichtung prüfen.
Mehrere Retraflex an das Netz anschließen
In einem Haus mit mehreren einziehbaren Punkten hat jeder Schlauch seine eigene Speicherstrecke und seinen eigenen Anschlag. Erst nach ihren jeweiligen Anschlägen treffen sich die Zuleitungen an einem gemeinsamen Sammelrohr, bevor sie zur Zentrale weiterlaufen.
Das Sammelrohr ist der Punkt, an dem die leeren Leitungen von jedem Anschlag (und von anderen an die Absaugung angeschlossenen Zubehörteilen des Hauses) zusammentreffen. Vor jedem Anschlag: individuelle Speicherzone. Nach dem Sammelrohr: eine einzige Hauptleitung zur Zentrale. Eine Speicherstrecke wird niemals mit der Hauptleitung vermischt.
Zubehör an das leere Netz anschließen
Das klassische Netz (nach dem Anschlag) kann auch an die Absaugung angeschlossenes Zubehör aufnehmen (herkömmliche Saugdosen, Kehrschaufel …). Diese werden am leeren Teil des Netzes angeschlossen, mit herkömmlichen Anschlüssen und der richtigen Ausrichtung zur Zentrale — niemals an der Speicherzone eines Schlauchs.
Montage von Dose und Unterputzdose
Ihre endgültige Position muss vor dem Verputzen geplant werden.
Die Unterputzdose ist der in der Wand eingelassene Teil; die Dose (oder Saugdose) wird nach den Endarbeiten darauf montiert. Ihre endgültige Position muss vor dem Verputzen geplant werden — das ist der entscheidende Moment.
Den Durchgang je nach Bauweise wählen
| Situation | Empfohlene Verlegung |
|---|---|
| Bodenplatte auf Erdreich | Das Netz nach dem Verdichten in einer Sandbettung verlegen; die Leitungen schützen (Leerrohr / mechanischer Schutz). |
| Nicht zugänglicher Kriechkeller | Die Leitungen vor dem Schließen des Bodens verlegen; die aus der Bodenplatte herausragenden Rohre kennzeichnen. |
| Zugänglicher Kriechkeller | Verlegung nach der Bodenplatte möglich, regelmäßige Befestigungen, direkter Verlauf. |
| Untergeschoss / angebaute Garage | Sichtbares, unter der Decke befestigtes Netz; Verbindung zu den Etagen über Schrank, Leitungsschacht, doppelte Trennwand oder Reservierung. |
Der Rahmen und die Unterputzdose
Die Vorderseite der Unterputzdose wird bezogen auf den fertigen Belag positioniert, niemals auf den blanken Wandblock. Eine zu tief eingelassene Unterputzdose erschwert die Montage der Saugdose und kann die Dichtheit beeinträchtigen.
Die Unterputzdose an den Untergrund anpassen
Der Rahmen wird an der Ständerkonstruktion befestigt. Die spitzen Laschen des Rahmens halten die Unterputzdose während der Montage in der Platte. Die zu beachtende Verkleidungsdicke richtet sich nach dem Dosenmodell.
Reservieren Sie den Einbauraum im Mauerwerk. Wichtige Regel: Die Putzdicke darf das gelbe Plättchen des Rahmens nicht bedecken; der Putz muss bis zur halben Höhe dieses Plättchens reichen. Das garantiert den korrekten bündigen Abschluss der fertigen Saugdose.
Sehen Sie die Reservierung vor dem Betonieren vor und schützen Sie die Leitung vor Bauschutt. Das Rohr darf im Inneren weder gequetscht noch mit Zementschlämme verstopft werden. Kennzeichnen und verschließen Sie die aus der Bodenplatte herausragenden Enden.
Verwenden Sie die Abdeckung als Lehre zum Ausschneiden des Lochs. Führen Sie den Rahmen senkrecht ein und richten Sie ihn dann hinter der Trennwand auf. Klappen bzw. schneiden Sie die Befestigungslaschen je nach Nähe zu einem Ständer zurecht und drücken Sie anschließend die Laschen ein, um den Rahmen während der Montage zu halten.
Lotrechte Ausrichtung, Reservierung und Kabel
- Die Lotrechte mit der Wasserwaage prüfen und die Unterputzdose fest befestigen: Sie darf sich während des Verputzens nicht bewegen.
- Etwa 20 cm Niederspannungskabel außerhalb der Unterputzdose überstehen lassen, um die Saugdose nach den Endarbeiten anzuschließen.
- Die Leitung vorübergehend verschließen, damit kein Baustaub und Schutt eindringt.
- Die genaue Position vor dem Schließen der Wand fotografieren.
24-V-Niederspannungsverkabelung
Sie steuert den Start der Zentrale.
Das Niederspannungskabel transportiert keinen Staub: Es steuert den Start der Zentrale. Das ist ein einfacher Stromkreis, der jedoch keine unzugängliche Verbindung duldet.
Alle Saugdosen parallel geschaltet
Jede Saugdose ist mit der Zentrale verbunden, und alle Saugdosen sind parallel verkabelt. Entscheidend ist die durchgehende Verbindung des Stromkreises zwischen allen Saugdosen und der Zentrale.
- Das Kabel kann dem PVC entlang oder einem direkteren Weg folgen: Es muss nicht dem PVC-Verlauf folgen und kann in einer eigenen Leitung zur Zentrale verlegt werden.
- Nicht mehr als zwei Drähte an derselben Klemme anschließen: bei Bedarf eine zugängliche Verbindungsdose verwenden.
- Keine Verbindung darf in einer Bodenplatte oder einer geschlossenen Wand unzugänglich werden.
- Das Kabel nicht durch Türöffnungen führen.
- In gemauerten Durchführungen und eingebetteten Bereichen das Kabel in einer 16-mm-ITCA-Leerrohr schützen.
- An jeder Unterputzdose etwa 20 cm Reserve lassen.
Der Niederspannungskreis dient ausschließlich dazu, die Zentrale auszulösen. Die Netzstromversorgung der Zentrale (230 V) bleibt ein völlig eigenständiger Stromkreis. An den üblichen Steuerklemmen spielt die Reihenfolge der beiden Drähte keine Rolle — prüfen Sie dennoch den Schaltplan des installierten Modells.
Montage der Zentrale
Von der Wand getragen, niemals vom PVC; für die Wartung demontierbar.
Die Zentrale ist das Herzstück des Systems. Zwei Regeln haben Vorrang: Sie wird von der Wand getragen, niemals vom PVC, und ihr letzter Anschluss bleibt für die Wartung demontierbar.
Den Montagebereich wählen und vorbereiten
Installieren Sie die Zentrale in einem trockenen, belüfteten und zugänglichen Raum: Garage, Untergeschoss oder Technikraum. Der Standort muss es je nach Modell erlauben, den Behälter zu öffnen, den Sack zu wechseln und auf den Filter zuzugreifen.
| Freiraum | Wert |
|---|---|
| Rund um die Zentrale (Wartung + Belüftung) | 30 cm |
| Unter dem Behälter (Ausbau und Wartung) | 40 cm empfohlen |
| Abstand zur zugehörigen Steckdose | max. 1 m |
Ein enger, nicht belüfteter Schrank erschwert die Wartung und behindert Kühlung und Luftabführung. Simulieren Sie vor dem Bohren die Wartung: Öffnen Sie die Behälterverschlüsse und prüfen Sie, dass Sack, Behälter und Filter zugänglich bleiben, ohne das Netz zu demontieren.
Die AspiWall-Zentralen sind mit großen Motoren ausgestattet: Es ist völlig normal, dass die Luft am Luftaustritt lauwarm bis warm austritt. Das ist kein Mangel. Es ist sogar ein Vorteil: Diese milde Wärme trägt zur Belüftung und Trocknung des Technikraums bei — Keller, Garage oder Waschküche — in dem die Zentrale installiert ist.
Befestigen und anschließen
Jeder nicht genutzte Lufteintritt muss mit dem mitgelieferten Stopfen verschlossen werden. Montieren Sie den Schalldämpfer am Luftaustritt und halten Sie dessen Auslass stets frei (mindestens 30 cm frei, wenn er nach unten gerichtet ist). Bei den Modellen S200/S300/S400 kann der Lufteintritt gemäß Anleitung von links nach rechts versetzt werden; die S100 und die S500 folgen dieser Möglichkeit nicht.
Stromversorgung und Steuerung
Sehen Sie eine Steckdose in weniger als 1 m Entfernung vor, mit Erdung, auf einem eigenen Stromkreis. Für die Modelle S100 bis S400: 220/240 V - 10 A. Kein Verlängerungskabel, keine Änderung der Anschlussleitung. Für die Steuerung entfernen Sie etwa 0,5 cm Isolierung von jedem Leiter, drücken Sie den Taster, führen Sie den Draht ein und lassen Sie los; wiederholen Sie dies für die zweite Klemme.
Steckdose, Erdung und Schutz müssen der belgischen Elektrovorschrift (RGIE) entsprechen. Ziehen Sie im Zweifelsfall einen qualifizierten Elektriker hinzu.
Der Fall der S500 (Doppelmotor, Reihenmontage)
Die S500 unterscheidet sich von den Modellen S100 bis S400: Sie besteht aus einem Hauptgerät (mit Behälter und Filterung, einem einzigen Lufteintritt links) und einem Booster (zweite Antriebseinheit), die in Reihe montiert werden. Halten Sie die Maße beider Halterungen ein und schließen Sie dann das Netz an das Hauptgerät, die Verbindung zum Booster und den Schalldämpfer des Boosters an.
| Bezugspunkt (Reihenmontage S500) | Maß |
|---|---|
| Höhe Halterung Hauptgerät | 154,94 cm |
| Höhe Halterung Booster | 208,28 cm |
| Vertikaler Abstand zwischen den Halterungen | 58,10 cm |
| Horizontaler Versatz | 43,18 cm |
- Stromversorgung S500: eigener Stromkreis 220/240 V - 15 A, mit Erdung, ohne Verlängerungskabel.
- Bei der S500 in Reihenschaltung: ein einziger Lufteintritt (links) versorgt das Hauptgerät, dessen Auslass führt zum Booster — nichts zu verschließen.
- Im Betrieb werden die metallischen Luftaustrittsleitungen heiß: hitzeempfindliche Materialien fernhalten und Wartungszugänge frei halten.
Verriegelungsmechanismus & Montage der Klappe
Ein sicherer Gebrauch im Alltag.
Sobald die Wände fertig sind, wird die Abdeckung (der Mechanismus) mit ihrer Klappe auf die Unterputzdose montiert. Hier wird auch die Verriegelung des Schlauchs verständlich, die einen sicheren Gebrauch im Alltag bedingt.
Die Abdeckung auf der Unterputzdose montieren
Die Klappen der Dosen sind notwendig, um das Netz abzudichten. Solange eine Klappe nicht montiert ist (zum Beispiel während der Tests), muss die entsprechende Öffnung vorübergehend verschlossen werden, sonst „zieht" das Netz Luft und der Absaugtest wird verfälscht.
Der Verriegelungsmechanismus des Schlauchs
An der Dose wird der Schlauch mithilfe einer schwarzen Sperrklinke blockiert und gelöst. Sie hält den Schlauch während der Absaugung ausgezogen und gibt ihn für den Rückzug frei.
Niemals am Schlauch ziehen, wenn die schwarze Sperrklinke eingerastet ist. Die Sperrklinke immer zurückdrücken (entsichern), bevor Sie den Schlauch ausziehen oder einziehen. Die Missachtung dieser beiden Schritte ist die häufigste Ursache für vorzeitigen Verschleiß von Schlauch und Mechanismus.
Standardmäßig startet die Absaugung an der Dose, sobald der Schlauch verriegelt ist, und stoppt, wenn man ihn sich einziehen lässt und die Klappe schließt. Optional ermöglicht eine Funkfernbedienung am Griff das Ein- und Ausschalten aus der Ferne. AspiWall-Rat: Warten Sie ab, bis das System läuft, um den tatsächlichen Bedarf einzuschätzen, bevor Sie die Fernbedienung nachrüsten — sie lässt sich jederzeit später installieren.
Tests vor dem Verschließen
Ein Netz niemals ohne vorherigen Test schließen.
Ein Fehler lässt sich in wenigen Minuten beheben, solange das Netz zugänglich ist — und benötigt mehrere Stunden, sobald Wände, Böden und Decken geschlossen sind. Schließen Sie niemals ein Netz, ohne es getestet zu haben.
Dichtheitstest
Sobald das Netz verlegt ist, führen Sie einen Dichtheitstest durch — selbst, indem Sie provisorisch eine Absaugquelle anschließen, oder mit AspiWall vor Ort. Verschließen Sie alle noch nicht getesteten Öffnungen (noch nicht montierte Klappen der Dosen), um das System abzudichten.
Vergleichen Sie mithilfe einer tragbaren Absaugquelle den Unterdruck an der Dose und an der Zentrale: Die Abweichung darf einige Zentimeter Wassersäule nicht überschreiten. Ein großer Unterschied deutet auf ein Leck, eine schlecht geschlossene Saugdose oder eine Verstopfung hin.
Test des Rückzugs und Gleitens
- Verwenden Sie einen Baustaubsauger, um den Rückzug des Schlauchs in sein Speichernetz zu testen.
- Stoppen Sie die Absaugung und ziehen Sie den Schlauch von Hand, um zu prüfen, dass er frei gleitet, ohne harten Punkt oder Blockade.
- Ein harter Punkt weist fast immer auf ein gequetschtes Rohr, einen zu engen Bogen, einen Kleberand oder eine Speicherung auf zwei Ebenen hin: korrigieren Sie dies vor dem Schließen.
Testen Sie die Durchgängigkeit des Niederspannungskabels, fotografieren Sie die Position jeder Unterputzdose und jedes Rohrdurchgangs, und behalten Sie eine Übersichtsaufnahme sowie eine Nahaufnahme jeder Abzweigung. Diese Fotos sind für künftige Eingriffe von großem Wert.
Inbetriebnahme & Endkontrolle
Die Baustelle ist erst abgeschlossen, wenn jede Dose getestet wurde.
Die Baustelle ist erst abgeschlossen, wenn jede Dose getestet wurde. Eine methodische Kontrolle erkennt sofort ein Leck, einen nicht verschlossenen Eintritt oder eine falsch angeschlossene Steuerung.
Die Inbetriebnahme-Abfolge
Saugen Sie bei der Inbetriebnahme weder Wasser noch heiße Asche noch Putzstaub auf. Lassen Sie die Zentrale einige Minuten laufen und prüfen Sie den stabilen Start sowie das Fehlen ungewöhnlicher mechanischer Geräusche (und bei der S500 die Stabilität von Hauptgerät und Booster).
Schnelldiagnose
| Symptom | Vorrangige Prüfungen |
|---|---|
| Die Zentrale startet an keiner Dose | Netzstromversorgung; Sicherung; Anschluss der beiden Steuerdrähte; Kontakte gemäß Anleitung. |
| Nur eine Dose startet nicht | Kontakte der Dose; locker sitzende Drähte; unterbrochenes Kabel bis zur letzten Abzweigung; Mechanismus der Dose. |
| Schwache Absaugung überall | Sack / Behälter voll; Filter verstopft; Dose offen geblieben; Leck; Verstopfung nahe der Zentrale. |
| Schwache Absaugung in einem Bereich | Verstopfung / Leck am Abzweig; Fallabzweigung; falsch ausgerichteter Anschluss; blockiertes Objekt. |
| Der Schlauch zieht sich schlecht ein | Gequetschtes Rohr oder zu fest angezogene Schellen; zu viele 90°-Bögen oder 90° aufeinanderfolgend; Speicherung auf zwei Ebenen; innerer Kleberand. |
| Dauerhaftes Pfeifen | Dose / Klappe schließt schlecht; verschobene Dichtung; undichter Anschluss. |
Checkliste für die Endkontrolle
- Anschlag bei Schlauchlänge + 2 m platziert.
- Vor dem Anschlag: ausschließlich Retraflex-Bögen mit großem Radius, max. 4×90°.
- Kein herkömmlicher Bogen in der Speicherzone.
- Keine zwei 90°-Bögen hintereinander; Schlauch auf einer einzigen Ebene gespeichert.
- Nach dem Anschlag: T-/Y-Stücke zur Zentrale ausgerichtet.
- Kurze 90°-Bögen ausschließlich für herkömmliche Saugdosen.
- Keine absteigende Abzweigung fängt Schmutz ein.
- Rohre gerade geschnitten, entgratet; kein innerer Kleberand.
- PVC nicht gequetscht, Schellen nicht ganz festgezogen.
- Höhen eingehalten: 80 cm (Boden) / 140 cm (Decke).
- Unterputzdosen auf richtiger Höhe bezogen auf den fertigen Belag.
- 24-V-Kabel in gemauertem Bereich geschützt, Verbindungen zugänglich.
- Jede Dose startet und stoppt die Zentrale.
- Keine geschlossene Dose pfeift; Leistung überall gleichmäßig.
- Zentrale von der Wand getragen, Endanschluss demontierbar.
- Nicht genutzter Eintritt verschlossen; Schalldämpfer frei.
- Stromversorgung normgerecht (Erdung, eigener Stromkreis, kein Verlängerungskabel).
- Der Kunde bewahrt diese Anleitung sowie die Anleitung seiner Zentrale auf.
Gebrauch & Wartung
Langlebig und einfach zu warten.
Ein gut konzipiertes Netz ist langlebig und einfach zu warten, sofern die Grenzen der Zentrale eingehalten werden.
- Den Schlauch sorgfältig handhaben; die Sperrklinke vor jedem Ausziehen oder Einziehen entsichern.
- Das für die Boden- oder Oberflächenart passende Zubehör verwenden.
- Den Behälter leeren oder den Sack wechseln, je nach Nutzungshäufigkeit und Angaben der Zentrale.
- Den Filter nur gemäß der Anleitung des Modells reinigen oder ersetzen.
- Mit einer „nur Staub"-Zentrale kein Wasser aufsaugen; keine langen oder starren Gegenstände aufsaugen, die sich verklemmen könnten.
- Bei plötzlichem Leistungsabfall abschalten und Ursache suchen, statt zu forcieren.
Ein gesättigter Sack oder Filter, eine schlecht geschlossene Dose, ein Leck an einem Anschluss oder ein in einer Zone mit ungünstigem Radius festsitzender Gegenstand erklären die überwiegende Mehrheit der Leistungseinbußen. Man beginnt stets mit diesen einfachen Ursachen.
Verfügbare Schlauchlängen
Die einziehbaren Saugschläuche gibt es in 9, 12, 15 und 18 m. Die Längen 12 m und 15 m decken die Mehrheit der Projekte ab. Der Retraflex Soft Touch bietet eine weiche Textilummantelung (Privathaushalte); der R-Flex Bleu Flash, ohne Gewebe, ist leichter zu reinigen (professioneller Einsatz).
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Einheitliche Installationsanleitung der einziehbaren Saugschläuche Retraflex & R-Flex: die beiden Zonen des Netzes, AspiWall-Höhen, Anschlag, Bögen mit großem Radius, Verkleben, Unterputzdosen, 24-V-Verkabelung, Montage der Zentrale, Verriegelung, Tests und Inbetriebnahme.
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